Disneyland Paris - unser Besuch im Juli 2009
Obwohl wir normalerweise das Disneyland Resort Paris lieber in der Neben- oder Zwischensaison besuchen, haben wir diesmal einen Besuch Mitte Juli realisiert. Einerseits, da wir wieder einmal die Lichterparade und das tolle Feuerwerk erleben wollten, und andererseits da wir eine befreundete Familie mit schulpflichtigen Kindern mitgenommen haben, die noch nie in einem Disney-Themenpark waren... .
Anreise mit dem PKW:
Die Anreise mit dem Auto ab Groß-Gerau (bei Frankfurt/Darmstadt) ging wie immer praktisch reibungslos. Was wir allerdings diesmal gelernt haben: Mal sollte an den einzelnen Mautstationen ruhig die Quittung mitnehmen (Knopf drücken!): Einer unserer Fahrer hatte nämlich das Ticket, welches man an der Mautstation kurz hinter Metz zieht, unterwegs verloren und sollte an der Ausfahrt kurz vor Reims dann statt 13 Euro plötzlich 67 Euro (den Höchsttarif) bezahlen. Dank einer Quittung von der Mautstation vor Metz konnten wir den Kassierer allerdings davon überzeugen, dass wir doch über Metz gekommen waren womit sich dieser dann endlich mit dem normalen Tarif zufrieden gab... .
Unterkunft im Hotel New York:
Da diesmal auch unser Jüngster (11 Monate - sein 2. Besuch übrigens) wieder mit an Bord war, haben wir uns für das Disney-Hotel New York entschieden, da dieses - vom Disneyland Hotel einmal abgesehen - die kürzesten Wege zum Park hat und man so bei Bedarf auch mal für ein Mittagsschläfchen oder eine Runde im Pool zum Hotel zurückkehren kann.
Bei unserer Ankunft gegen 12:00 Uhr gab es weder an der Vorfahrt des Hotels noch an der Rezeption Wartezeiten oder Staus. Angenehm, dass unmittelbar nach dem Anhalten bereits der Gepäckservice am Auto steht und sich um die mitgebrachten Koffer und Taschen kümmert. So ist man bereits für die Checkinprozedur das Gepäck los und während die Kinder sich nach der langen Autofahrt in der Lobby und der Kinderecke etwas austoben können, studieren die ersten schon die Angebote für Disney-Souvenirs im Shop.
Etwas befremdet hat mich allerdings die Auskunft an der Rezeption, dass der Pool erst um 15:00 Uhr öffnet. Schade - ich wäre gerne vor dem Frühstück noch ein paar Bahnen geschwommen. Nachmittags und Abends ist man bei den langen Öffnungszeiten (bis 23:00 Uhr) des Disneyland Parks ja ohnehin nicht im Hotel... .
Das Frühstücksbuffet, für das keine vorige Reservierung getätigt werden musste und im Konferenzzentrum des Hotels aufgebaut wurde, war mehr als reichlich und bot neben der üblichen Auswahl an Frühstücksflocken, Brot, Brötchen, Croissants usw. auch Rührei, Würstchen, Breadpudding und ähnliches. Fast schon ein "richtiges" amerikanisches Frühstücksbuffet - wozu ich mir allerdings dann auch Pancakes und French Toast gewünscht hätte ;-) .
Disney Village:
Im Einkaufs- und Entertainmentbereich zwischen dem Hotelbereich und den beiden Themenparks fiel uns besonders auf, dass es dort jetzt auch eine Filiale der Kaffee-Kette Starbucks gibt. Eigentlich spricht ja nichts dagegen - schade ist allerdings, dass hierfür unser Lieblings-Shop weichen musste: Der Cowboy-Shop mit dem überdimensionalen Cowboy-Hut, Colt, Gürtel und Federschmuck vor dem Eingang... .
Disneyland Park:
Am frühen Nachmittag betraten wir erstmals wieder das "magische Königreich" und seufzten im Chor: "Endlich wieder zuhause!" Am Town Square spielte eine Liveband, überall fröhliche Menschen - und unsere Erstbesucher staunten sich bereits die Augen aus dem Kopf.
Wie meistens begannen wir unsere Tour im Frontierland - allerdings nicht ohne vorher einen Blick auf die Infotafel am Central Plaza (aka "Hub") zu werfen. Für einen sonnigen Tag im Juli waren die Wartezeiten fast noch moderat - maximal 90 Minuten (beim "Buzz Lightyear Laser Blast") waren angeschlagen. Durch intensive Nutzung des FASTPASS-Systems und den ruhigeren Zeiten haben wir allerdings selten länger als eine halbe Stunde gewartet. Leider war Space Mountain aufgrund eines kurzfristig aufgetretenen Defekts am Startkatapult geschlossen und auch die tolle Bühnenshow "König der Löwen" wurde nicht gezeigt - aber da praktisch alle anderen Attraktionen und Shows aktiv waren, gab es mehr zu sehen, als wir in den 3 Tagen, die wir für die beiden Parks eingeplant hatten, schaffen konnten. Sowohl bei uns "alten Hasen" als auch bei den Erstbesuchen waren die Highlights natürlich Big Thunder Mountain, Phantom Manor, Indiana Jones and the Temple of Peril, Piraten der Karibik, Buzz Lightyear Laser Blast, Star Tours, Honey I shrunk the audience, die Once Upon a Dream Parade - und (als krönenden Abschluß) die Lichterparade Fantillusions gefolgt von einem fantastischen Feuerwerk, wie man es wohl nur bei Disney erleben kann. Am 14. Juli, dem französischen Nationalfeiertag, wurde dieses übrigens mit französischen Chansons statt den gewohnten Disney-Melodien unterlegt.
Walt Disney Studios:
In den Walt Disney Studios wird gerade fleissig gewerkelt, weswegen die Studio Tram Tour auch einen Umweg nehmen muss und der Besuch der Kostümschneiderei daher ausfällt. Beim Crush Coaster gab es die längsten Wartezeiten, die zeitweise auf knapp zwei Stunden anstiegen. Da es hier ja leider (noch?) keinen FASTPASS gibt, ließ sich längeres Anstehen kaum vermeiden. Bereits bei Parköffnung hatten sich lange Schlangen bis fast zum Ausgang vom (Durchgangs-) Studio 1 gebildet. Zur besten Attraktion in den Studios wurde nach einstimmiger Meinung unserer Erstbesucher der Hollywood Tower of Terror gewählt - dicht gefolgt vom Rock'n Roller Coaster starring Aerosmith. Aber auch Cinemagique und die Moteurs Action Stunt Show konnte Alt und Jung begeistern.
Buffalo Bill's Wild West Dinner Show:
Die beliebte Westernshow, die seit der Eröffnung des (damals noch) Eurodisney 1992 durchgehend fast jeden Abend mit bis zu zwei Vorstellungen zu sehen ist, wurde kürzlich durch "Micky & Friends" um die beliebten Disneyfiguren erweitert. Bei verschiedenen Szenen sind nun auch Micky, Minnie, Goofy und A-/B-Hörnchen in der Arena zu sehen. Auch hier wurde dem "Bastille Day" mit der Marseillaise (franz. Nationalhymne) gewürdigt. Das Essen im Wild West Stil blieb dagegen unverändert: Natchos und Maisbrot zu einem leckeren Chili, Cowboy-Pfanne mit Kartoffeln, Maiskolben, Spearribs und Hähnchenschlegel als Hauptgang und den leckeren Apfel-Streussel-Napfkuchen mit Vanilleeis zum Nachtisch. Auch die Kannen mit Bier, Cola und Wasser aus denen immer wieder mal nachgeschenkt wurde, sind die gleichen geblieben.
Essen & Einkaufen:
Ungewöhnlich für die Hochsaison war, dass es in fast allen Shops zahlreiche Ständer mit großen SALE-Schildern und dementsprechend reduzierten Preisen gab. Manche Stücke konnte man für weniger als die Hälfte des ursprünglichen Preises bekommen. Tolle Tower of Terror Langarm-Shirts z.B. schon für 5 Euro! Tolle Piraten der Karibik Badehandtücher schlugen mit 10 Euro (statt 20) zu Buche usw. Normalerweise gehen wir ja im Januar auf Schnäppchenjagd - aber diesmal konnte man auch im Juli ungewohnt günstige Einkäufe machen. Ähnlich ging es uns mit den Restaurants: In den Fastfood-Restaurants, von denen es ja im Disneyland Resort Paris mehr als genug gibt, wurde das gewohnte System der vorgelagerten Bestellannahme und Kassen aufgegeben, so dass die Bestellung jetzt erst direkt an der Theke erfolgt. Damit kann wohl Personal eingespart werden, was jedoch die Geschwindigkeit der Abfertigung deutlich vermindert. Dafür hatten die meisten Restaurants Sonderangebote für All-you-can-eat-Buffets (für 21.80 € im Cafe Agrabah oder Plaza Gardens) oder spezielle "Schnellmenüs" (z.B. Hauptgericht und Getränk, diese werden dann innerhalb von 40 Minuten serviert) für rund 18 bis 20 € im Walt's und Blue Lagoon (in der Attraktion Piraten der Karibik).
Fazit:
Auch dieses Mal war es wieder ein traumhafter Urlaub, der uns allen viel Spaß gemacht hat. Mit unseren Erstbesuchern haben wir wohl wieder ein paar neue Disneyfans missioniert und hoffen wir können bald wieder einmal unsere "zweite Heimat" besuchen... .
Sylvia, Thomas, Robin & Adrian Tausend mit Freunden







